Das Erzeugen eines Prozesses löst eine Reihe von System-Management-Operationen aus. Sowohl das
prioritätsgesteuerte Multitasking als auch das virtuelle Memory-Management müssen den neuen Prozess
mithilfe von Strukturelementen (Objekten) verwalten. Zur Überwachung der aktiven Prozesse stehen
die Programme TASKMGR und PVIEW zur Verfügung. PVIEW liefert detaillierte Informationen über die
aktuelle Nutzung der Systemressourcen und die aktiven Threads, abhängig von deren Priorität.
Der virtuelle Adressraum abstrahiert den physikalischen Speicher. Sowohl der User- als auch der
System-Adressraum werden fragmentiert, d.h., der Speicher ist in einzelne, nicht zusammenhängende
Segmente (PAGEs) unterteilt. Aufgrund dieser Fragmentierung und der Verschiebungen befinden sich
Daten bei gleichem Adress-Offset meist an unterschiedlichen Positionen im physikalischen Speicher.
Das SOCKET-Interface dient als Bindeglied zwischen der Applikationsebene und dem System-Netzwerkstack
und ermöglicht einfache IP-Kommunikation. Ein Zugriff auf die RAW-Ethernet-Daten ist hierbei nicht
möglich. Das COMM-Interface stellt die Verbindung zwischen Applikationsebene und serieller System-Stack
her und erlaubt die standardisierte Kommunikation mit dem UART-Chip, einschließlich der normierten
Einstellung der UART-Parameter.
Neben der fundierten Vermittlung der Grundlagen behandelt die Schulung auch praxisnah Themen wie
Aufbau und Einführung in die Windows-Systemarchitektur, SystemServices und NativeAPI, System-Files,
Process-Management, Sockets, Multitasking und Thread-Management, Windows Registry, SetupAPI,
Event-Handling sowie die Nutzung relevanter Tools anhand von praktischen Beispielen.